Claude os, aperi oculos!

Kapitel 1: Cui honorem, honorem.


"Prinzessin?", sprach eine schüchterne Stimme und trat hervor. Sie stellte sich vor das Bett der besagten Prinzessin, Kimuelasca van Equaté .
Diese Stimme besaß die Dienerin, die mittlerweile sich schon niederkniete und nachsah, ob Kimuelasca denn noch in ihren Träumen versunken sei.
Langsam öffnete die Prinzessin ihre Augen: "Oh...Atia, wieso wecken Sie mich zu so früher Stunde?"
"Heute ist der Ehrenball für Sie. Haben Sie das vergessen, Prinzessin?"
Atia, die Dienerin, lächelte nur. Sie trug ein kurzes Kleid, was in anderen Ländern zu diesem Jahrhundert nicht wirklich üblich war, aber in dem Königreich, wo Kimuelasca van Equaté lebte, waren solch Kleider üblich.
Atia spielte mit einer ihrer Haarsträhnen, die von ihrer pompösen hochgesteckten Frisur herunter hangen.
"Nein, natürlich nicht." Kimuelasca schüttelte den Kopf "Aber fängt der Ball schon so früh an?"
"E contrario. Aber Miss, Sie müssen noch eingekleidet werden. Oder wollen Sie im Nachtkleid tanzen?"
"...Nein. Atia, ich werde Sie in der Garderrobe antreffen. In der Großen, nicht in der Kleinen. Gehen Sie also schonmal vor."
"Ita ius esto." , sprach Atia, machte einen Knicks und ging langsam aus dem Zimmer.
Kimuelasca setzte sich aufrecht auf ihr weiches Bett und hielt ihre Hand vor ihrem Mund, während sie leise gähnte. Dann stand sie langsam auf und begab sie ebenfalls aus dem Schlafsaal.

Verträumt wandelte sie die Treppe hinunter . Sie eilte durch den Esssaal und stand letzendlich vor der großen Garderrobe. Kimuleasca öffnete die Tür. Sie ging durch den Türbogen und stellte sich wortlos auf dein kleinen Podest.
Atia ging zur Tür und machte sie zu. Sie ging auf die Prinzessin zu ,stellte sich hinter sie und knöpfte langsam ihr Nachtkleid auf. Vorsichtig zog sie das seidendünne Gewand von ihrem Körper und legte es auf einen Tisch. Die Dienerin öffnete den Schrank und brachte ein wunderschönes, weisses Kleid hervor.
Sie legte es auf einen anderen Tisch und zog ein Unterkleid hervor, während die Prinzessin immer noch auf dem Podest stand. Sie stand mit geradem Rücken und starrem Blick da, dass sie frierte war sie gewöhnt und lies sich daher nichts anmerken.
Mit dem Unterkleid ging Atia und Kimuelasca zu und stellte sich vor sie hin. Als ob es gewöhnlich wäre, nackt da zu stehen, blickte Atia die Prinzessin nur an. Kimuelasca verstand den Blick und streckte ihre Arme aus. Die Dienerin zog ihr das Unterkleid vorsichtig über und begab sich sogleich auch zu dem Tisch, wo die zweite Schicht des Kleides lag, die eine Schleppe zierte. Da lagen noch etwa 3 weitere Überkleider, die zusammen am Ende des Einkleidens ein wunderschönes, atemberaubendes Kleid ergaben.
Nachdem Kimuelasca fertig eingekleidet war, schreitete sie zu dem Sessel und dem Tisch. Sie setzte sich. Atia lief aus dem Zimmer und holte weitere Dienerinnen, die Kimuleasca noch den letzten Schliff, nämlich eine neue Frisur, gaben.
Als Kimuelasca nun endlich die geplante Frisur, eine offene, gelockte, bekam, stand sie auf und begab sich wieder in ihr Zimmer.
Sie setzte sich wieder auf ihr Bett und blickte zu Boden. Sie zog ein nachdenkliches Gesicht.
"Ich bin es Leid...", dachte sie sich- wie jedes mal, wenn so ein Tag gekommen war. Sie war es wirklich Leid. Aber sie musste es durchhalten. Sie konnte doch nicht einfach ihr Volk im Stich lassen. Doch Kimuelasca fragte sich, wieso sie denn dann so viel aufgeben müsse. Ihr war klar, ohne sie wäre ihr Königreich nichts. Ihr grausamer Vater würde dann wieder regieren und Kimuelasca würde ungewohnter Weise in einem Bauernhaus leben.
Sie stand langsam auf und ging zu ihrem Lehnstuhl, legte sich nieder und schloss die Augen.
Die Prinzessin fiel in einen tiefen Schlaf. In ihrem Traum spürte sie ein schmerzendes Stechen an jedem einzelnen Milimeter ihres Körpers. Doch sie konnte aus ihrem Traum nicht entfliehen. Sie konnte ihre Augen nicht öffnen und aufwachen, egal, wie sehr sie es versuchte.
Die Prinzessin war diesen Traum aber gewohnt, sie hatte ihn nämlich seit neuestem sehr oft. Immer, als sie geweckt wurde, fragte sie sich, was das wohl zu bedeuten hätte.
Doch nun wurde sie wieder geweckt, es waren einige Stunden vergangen, in denen die Prinzessin von Schmerzen gequält wurde. Atia rüttelte vorsichtig an Kimuelasca, noch so, dass des Prinzessins Frisur und Kleid nicht vollkommen durcheinander gebracht wären. Sie öffnete ihre Augen , stemmte sich auf und blickte deprimiert zu Boden. "Ich habe es satt...diese Träume...sollen verschwinden...", dachte sie, doch ihre Gedanken wurden unterbrochen durch eine besorgte Frage :" Prinzessin, wieso sind sie wieder so deprimiert? Das kommt in letzter Zeit öfter vor... Kann ich irgendetwas für sie tun?"
Wortlos setzte sie sich auf und ging aus dem Zimmer. Atia folgte ihr und schloß die Tür noch zu.
Kimuelasca versuchte mit einem gezwungenen Lächeln halbwegs überzeugend in den Esssaal zu schreiten, wo ihr Vater und ihre Mutter bereits über sie sprachen, wie stolz sie doch wären und wie geehrt sie sich doch fühlen, heute den Ehrenball für ihre Tochter zu eröffnen. Ehrenball für Kimuleasca, die mittlerweile 18 Jährige, in deren Land es üblich war, in diesem Alter einen Mann zu finden und ihn zu heiraten. Deshalb waren zu diesem Ball ganz besonders viele Männer anwesend, die zu diesem Moment, wo die Prinzessin bereits im Raum war und einen Knicks machte, das Glas erhoben.
"Ein Hoch auf unsere Prinzessin Kimuelasca!", sprach Vater Kendrik stolz und erhob ebenfalls das Glas.
Ein Mann stand auf und schob einen Sessel nach aussen, damit die besagte Prinzessin sich setzen konnte.
Lächelnd ging Kimuelasca zu dem Mann, lies sich die Hand küssen und setzte sich. Alle fingen an, zu essen, doch sie nicht. Ihr war der Hunger vergangen , nicht etwa wegen dem Kuss, sondern wegen dem Traum. Sie hatte noch immer diese Schmerzen. "Prinzessin, wieso essen Sie nichts?", fragte der Mann.
Doch sie schwieg nur. "Oh, entschuldigt meine Unhöflichkeit, mein Name ist Keith van Iotess."
Gezwungen lächelte Kimuelasca Keith an und Keith zwinkerte ihr zu.
Nun, jetzt wollte sie auch nichts essen wegen Keith. Sie starrte aus dem Fenster und dachte an nichts. Nur daran, wie sehr ihr diese Schmerzen weh taten. Sie wollte und musste etwas dagegen unternehmen.


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Kapitel 2 : Divide et impera.


Nach dem Essen gingen alle in den Ballsaal. Auch Kimuelasca, denn sie war ja gezwungen dazu. Schnell begab sie sich dorthin und setzte sich dort auf einen prunkvollen Thron. Sie musste zusehen, wie alle tanzten und durfte wie immer keinen Spaß haben.
Das deprimierte sie sehr, aber was sollte sie machen. Ihr Vater saß neben ihr, sowie ihre Mutter. Ihr Vater sprach zu ihr: " Tochter, ich werde jemanden suchen, der mit dir tanzt. Sei höflich zu ihm und vergraule ihn nicht!" Kimuelasca nickte darauf, mit einen nicht gerade sehr fröhlichen Gesichtsausdruck.
"Ich bitte um Ruhe." , sagte er kurz darauf und der ganze Saal erstarrte. Die Paare blickten alle zu dem Vater , der eine höfliche Geste machte.
"Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie heute alle so zahlreich erschienen sind - Heute , zu dem Ehrenball meiner Tochter Kimuelasca van Equaté, die heute 18 Jahre wurde und zugerne den Mann ihres Lebens finden würde." Die Prinzessin erhob sich. "Ja, vielen Dank." , bedankte sie sich, als sie einen eleganten Knicks machte und die ganze Zeit ein gezwungenes Lächeln aufsetzte. " Liebe Gäste, ich hoffe Sie haben hier noch viel Spaß." , sprach ihre Mutter und erhob sich währenddessen ebenfalls. "Sie dürfen weitertanzen. " , schlug Vater Kendrik vor und setzte sich nach einer Verbeugung wieder.
Mutter Kiara Ophilia machte prompt eine kurze Verbeugung und setzte sich ebenfalls.
Und Kimuelasca hob ihr Kleid etwas und machte strahlend einen Knicks. Sie setzte sich. Alle tanzten darauf elegant weiter. Kendrik machte zu einen seiner Diener eine Geste, nämlich, er hob seinen Arm etwas, als ob er wolle, dass der Diener sich zu ihm begab. Das tat der Diener auch: "Sie wünschen?"
"Würden sie bitte..." er blickte durch den Raum "Diesen jungen Mann dort, mit dem blauen Anzug und den schwarzen Haaren, zu mir bringen. "
"Wie sie wollen.", sprach er und ging langsam zu dem besagten Mann. Er tippte ihn an. "Entschuldigen sie. König Kendrik will euch sprechen. Wenn sie so freundlich wären...?"
"Sicher doch, Sir.", antwortete der Mann freundlich und folgte dem voraus gehenden Diener. Der Diener bog nach links ab und stellte sich zu den anderen Dienern. Der Mann ging die pompösen Marmorstufen elegant hinauf, machte eine Verbeugung und stellte sich aufrecht hin.
"Sir, meine Tochter...", murmelte Kendrik. "Oh, natürlich. Wenn ich bitten darf, Prinzessin?" ,lächelte der Mann , "Mein Name ist Syrus von Etande."
Kimuelasca lächelte ihn an- jedoch nicht gezwungen. Sie wurde schwach bei seinen Anblick, er sah so sympathisch aus- Im Gegensatz zu Keith.
Kendrik stand auf, hob seine Hand in Richtung Prinzessin , die ihre Hand darauf legte und aufstand. darauf hin ging sie zwei Schritte und legte daraufhin ihre Hand elegant auf die bereits ausgestreckte Hand von Syrus. Beide schreiteten die Treppe hinunter und stellten sich in der Nähe der Treppe in Tanzposition.
So fühlte sie sich seit langem nichtmehr; Geborgen. Er strahlte ein wärmendes Gefühl aus, dass Kimuelasca jederzeit zum Lächeln bringen konnte.
Doch bereits nach vergangenen 3 Minuten musste sie sich wieder von ihm trennen. Sie wurde während sie tanzte aus ihrer 'Umarmung' gerissen und wurde aus dem Ballsaal gezogen. Sie streckte ihren Arm noch nach Syrus aus und blickte ihn verängstigt und deprimiert an. "Syrus...!!!" , schrie sie noch , bevor die Tür geschlossen wurde und sie aus dem Schloss gezogen wurde. Ahnungslos wurde sie auf ihren Balkon gestellt, unten stand eine riesige Menschenmenge.
Ihre Dienerin Atia stand wieder neben ihr und flüsterte ihr ins Ohr:" Prinzessin...Sie sollen ihr Leben als Königin einüben... Somit hier auch ein Urteil legen...Viel Glück." Kimuelasca blickte ihre Dienerin erwartungsvoll an- leicht hoffnungslos. Doch ihr Blick wurde unterbrochen, er wandelte zu der Menschenmenge, da ein Bettler zu ihr schrie: "Prinzessin Kimuelasca, ich bitte um ihre Aufmerksamkeit!"
"Ich höre...", sprach sie.
"Ich wurde ausgeraubt! Dieser Mann-" er zeigte auf den daneben stehenden Mann, der mit teuren Gewändern bekleidet war "brach in meine Hütte ein und stohl mir jegliche Besitztümer! Ich fordere eine gerechte Verurteilung- Er soll mir mein Geld und Gewand zurückgeben und in den Kerker geworfen werden!"
"Entschuldigen Sie mich Sir, aber es geht auch in einen etwas höflicheren Ton... Ich bezweifle übrigens, dass er euch beraubt hat. Wieso sollte ich Ihnen glauben, haben sie etwa einen Beweis dafür?"
"...Ja! Ähm...Nein..."
"Sehen Sie. Zu mir könnte auch jeder sagen, ich hätte ihn ausgeraubt."
"...Aber...",verzweifelt stotterte der Bettler vor sich hin.
"Dann wäre das geklärt? Gut. "
"Aber ich bitte Euch, Hoheit, ich vermisse Eure berühmte Gerechtigkeit!"
"Nun gut, dann gebt diesem Mann 100 Goldtaler, das sollte erstmal reichen, damit er wieder auf die Beine kommt."
"Dankbar nehme ich euer Geschenk an, Prinzessin.",grinste der Bettler.
"Ita ius esto.", sprach Kimuelasca auf Latein und verschwand sogleich wieder mit ihrer Dienerin, die währenddessen zu ihr sagte: "Prinzessin, das haben Sie hervorragend geregelt. Sie haben übrigens morgen noch einen Termin im Schloss Etande... Und in etwa 5 Stunden werden Sie wieder in die Garderrobe kommen müssen, wo ich sie wieder umkleide..." - "Danke...sagten Sie Etande?" , lächelte die Prinzessin bewusst. Atia nickte nur und bog nach rechts ab, auf den weg in den Speisesaal, wo sie half, abzuräumen.

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Kapitel 3: Somnus est imago mortis.


"Ki...muelasca...", hörte die Prinzessin stöhnen. Irgendwoher kannte sie diese Stimme. Das wusste sie. Aber sie erkannte sie nicht wieder.
Sie saß am Boden, in einem dreckigen, braunen Kleid aus Leinen. Ihr kamen die Tränen, bei dem Anblick wie ihr Schloss verbrannt wurde. Es sah bereits nur noch wie ein Dorf aus, welches von einer bösen Armee angegriffen wurde. Plötzlich wurde aus einem zerfallenen Turm ihre Mutter Kiara Ophilia geschmissen.
Sie lag reglos am Boden, ebenfalls in einem einst hübschen Purpurroten, langen Kleid mit Schleppe, jedoch war die ganze Schleppe zerfetzt und aus dem Purpurrot wurde dunkles Braun.
"...N..Nein!", schrie Kimuelasca, nahm ihre Kräfte zusammen und stand auf. Sie lief langsam zu ihrer Mutter und kniete sich nieder.
"Mutter?...Mutter?!...So sag doch etwas, Mutter..."
Sie legte ihren Kopf auf ihren Bauch und schloss ihre Augen. Sie war verzweifelt. Eine Träne berührte sanft einen abgebrannten Fleck des Kleides ihrer Mutter.
"Du...du darfst nicht tot sein, ich ...liebe dich doch! Sei bitte nicht tot, nach all dem, was du mir gegeben und gelehrt hast...Mutter!", schrie sie und schlug mit ihrer rechten Faust fest auf den Boden.
Sie legte ihren Kopf auf ihre Brust und versuchte, ihren Herzschlag zu hören. Nichts. Dann nahm sie ihre Hand und fühlte ihren Puls. Wieder nichts.
"Nein! Lass mich nicht jetzt im Stich! Ich brauche dich! Ich... Ich... Ich stehe das...nicht ohne dich durch... Ich brauche dich..."
Langsam beruhigte sie sich, gab ihrer Mutter auf die Stirn einen Kuss und stand auf.
"Aber wo ist Vater?...", sie sah sich um. Wenn ihr Vater nicht hier war, wo sollte er dann gewesen sein? Wieso hat er ihre Mutter nicht mitgenommen? Oder sie selbst?
Kimuelasca ging um den Leichnam ihrer Mutter herum und rannte durch den Türbogen des Turmes. Es war still. Sie hörte kein einziges quietschen, keine Schritte auf der knirschenden Treppe, keine klappernden Rüstungsteile. Also ging sie mit einen komischen Gefühl die Wendeltreppe hoch. Nach einer Zeit kam sie ganz oben an. Sie stand vor einer Tür.
"Diese Tür führt...nach draussen, zum Balkon... Ich...habe eigentlich nichts mehr zu verlieren.", dachte sie sich und legte ihre Hand vorsichtig auf die Türklinke.
Sie öffnete die Tür und ging zwei Schritte hinaus. Sie sah sich um. Es war keiner da. Nun war sie erleichtert, aber irgendwie wurde sie dadurch noch nervöser. Immerhin wurde ihre Mutter rausgeworfen aus dem Turm und die Ritter kamen ihr nicht entgegen. Wenn sie sich richtig erinnerte, gingen sie doch wieder in den Turm. Aber wenn sie nicht hier oben waren, und sie auch kein anderes Geräusch hörte, wo waren sie dann?
Traurig und mit erschöpften Blick ging sie auf das Geländer zu und lehnte sich an. Sie seufzte. Ihr kamen erneut die Tränen.
"Ki...muelasca..." Kannte sie diese Stimme nicht? Sie hatte sie doch vor kurzem schon gehört. Sie kam von hinten. Die Prinzessin wagte es nicht, sich umzudrehen: "...W..wer sind Sie?"
"Finde es doch heraus, meine Kleine, wenn du es wissen willst. Du musst dich nur umdrehen.", erklärte die tiefe Stimme.
Kimuelasca schloss ihre Augen und drehte sich langsam um. Als sie sie öffnete, sah sie ihren Vater. "...Vater?"
Sie hob eine Augenbraue. "Tochter...", grinste er, "Willst du mich nicht umarmen?"
"...J..Ja, ich will...", sie lief mit wässrigen Augen auf ihn zu und öffnete ihre Arme. "Es tut mir nicht Leid, Tochter.", lachte Kimuelascas Vater und stoß, noch bevor sie ihn umarmen konnte, einen, hinter seinen Rücken versteckten Speer, plötzlich durch den Körper. "Hnngh...V...V...Va..ter...?!"
Kendrik, ihr Vater, zog den Speer langsam und genüsslich aus ihrem Körper hinaus. "Oh..G..ott..wieso hast..du ..das getan, V..", stöhnte sie und fiel zu Boden. Sofort wurde ihr braunes Kleid rot und der ganze Marmorboden wurde nass. Mit offenen Augen und Mund lag sie da. Sie bewegte sich nicht, atmete nichtmehr und blutete alles voll. "Kimuelasca... Prinzessin...pff...Kimuelasca... Kimuelasca...Hahahaha!"

"Kimuelasca..? Prinzessin...Kimuelasca, aufwachen! Kimuelasca!", schrie Atia in das Ohr der Prinzessin.
Sie erschrak, setzte sich schnell auf und schwitzte. Sie sah sich um. Alles war wunderschön, der Boden aus unversehrten Marmor, eine Komode aus schönen hellbraunen Eichenholz und das Bett knirschte auch nicht. Dann sah sie sich ihr Nachtkleid an. "Mein Nachtkleid? ...Und wo ist...das Bauernkleid?", freute sie sich. Dann erst bemerkte sie Atia. Sie wendete ihren Blick zu ihr und grinste sie an. Sie umschling sie mit ihren Armen und lachte dabei: "Atia!"
"...Alles in Ordnung, Prinzessin?", fragte Atia etwas verwirrt. "Oh ja, und wie. Alles perfekt, meine Liebe. Lassen sie mich raten, Frühstück steht bereit?", strahlte sie und hüpfte aus ihrem Bett.
Sie lief aus ihren Zimmer, in Richtung Esssaal.
"Muss ich das verstehen..?", fragte sich Atia in ihren Gedanken. Sie machte das Bett und folgte dann Kimuelasca in den Esssaal.

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